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Der Himmel über Berlin, Film, Arthaus

"Ich weiss jetzt, was kein Engel weiss ..."

Wim Wenders' unvergleichliches Meisterwerk von 1987 in einer aufwendig in 4K restaurierten Fassung, die auf der Berlinale 2018 ihre Weltpremiere feierte. Unvergesslich bleiben nicht nur die eindrucksvollen Bilder des geteilten Berlins von Kameramann Henri Alekan und das außergewöhnliche Drehbuch aus der Feder von Peter Handke, sondern auch die Musik von Nick Cave, der im Film selbst bei einem Live-Auftritt zu sehen ist. 

Zum Inhalt des Kultfilms: Die Engel Damiel und Cassiel wandern durch das geteilte Berlin, beobachten die Menschen und lauschen ihren Gedanken. Als Damiel sich in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, erwächst in ihm das Verlangen, selbst Mensch zu werden. Er gibt seine Unsterblichkeit auf, um das zu erleben, was Engeln vorenthalten bleibt: die irdische Existenz und die sinnliche Erfahrung des Menschseins ... Der Film ist aus der Perspektive der Engel erzählt, die die Welt in schwarz-weiß sehen. Erst als Damiel ein Mensch wird, eröffnen sich ihm die Farben. Er lässt seinen alten Freund Cassiel (Otto Sander) allein zurück, der weiterhin dem alten Homer (Curt Bois), dem „Erzähler der Menschheit“, zur Seite steht.

Der Himmel über Berlin war Wim Wenders erster Film in Deutschland nach 8 Jahren in den USA, wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit der Goldenen Palme, dem Europäischen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis für die Beste Regie und avancierte weltweit zum absoluten Kultfilm.

Zur Restaurierung:
Am 29. Oktober 2017 jährte sich der Kinostart von Der himmel über Berlin zum 30. Mal. Die Wim Wenders Stiftung hat in diesem Zusammenhang ein umfangreiches Restaurierungsprojekt gestartet, um den Film bis ins Detail aufzubereiten und in 4K und Dolby 5.1 verfügbar zu machen. Die Arbeit der Stiftung wird dabei gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der FFA und dem französischen CNC.

Bilder: Arthaus (4). Privat (3)

05.2018